Krimmler Wasserfälle als Heilmittel anerkannt

11.06.2015

Das Land hat die Krimmler Wasserfälle jetzt als natürliches Heilvorkommen anerkannt. Die Touristiker im Oberpinzgau werben schon seit Jahren mit ihrer Heilkraft - vor allem für Asthmatiker. Nach der offiziellen Anerkennung hofft man nun auf Verträge mit Krankenkassen.

 

Es ist vor allem der Sprühnebel am Fuße der untersten Stufe des Wasserfalls, der den heilenden Effekt bei Asthmatikern hervorruft. Die Wassertropfen werden durch den heftigen Aufprall am Fels negativ aufgeladen und in winzige Tröpfchen zerteilt, die 200 Mal kleiner sind als die in Asthmasprays. Dadurch gelangen sie besonders tief in die Atemwege. Die Wirkung ist auch durch eine Studie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität wissenschaftlich belegt.

 

Krimml bald ein Kurort?
Mit der Anerkennung der Wasserfälle als natürliches Heilvorkommen seien nun die Voraussetzungen gegeben, um mit österreichischen und deutschen Krankenkassen in Verhandlungen zu treten, sagt Christian Wörister von der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern. „Das wäre natürlich unsere Zielsetzung, dass der Aufenthalt an den Krimmler Wasserfällen für Asthmatiker und Allergiker als Kuraufenthalt ausgewiesen und auch entsprechend finanziert wird“, meint Wörister.

 

Eine Gruppe von Hoteliers im Oberpinzgau hat sich mit ihren Betrieben schon vor einiger Zeit auf Asthmatiker spezialisiert. In den vergangenen Jahren hat der Oberpinzgau bei den Übernachtungen überdurchschnittliche Zuwächse erzielt.